Ridesharing kommt in deutsche Städte
Taxibranche begrüßt Expansion von Mytaxi
Obwohl sich die Taxibranche massiv gegen die Expansion von Uber gewehrt hatte, begrüßt sie die neuen Mobilitätskonzepte von Mytaxi. Das liegt unter anderem auch daran, dass Mytaxi im Gegensatz zu Uber mit Taxifahrern zusammenarbeitet, die eine Lizenz haben: „Die Kunden sparen dadurch Geld. Das führt dazu, dass auch preissensible Leute aufs Taxi umsteigen“, sagt Frederik Wilhelmsmeyer, Geschäftsführer beim Deutschen Taxi- und Mietwagenverband (BZP). Und weiter: „Nicht alle bei uns werden sich über das neue Angebot und den damit steigenden Wettbewerb freuen. Aber wir müssen bei Konzepten wie Ridesharing ein eigenes Angebot haben, weil andere es haben – und wir das auch können.“
Ridesharing - Konzepte gibt es in mehreren Städten
Das Konzept, sich ein Taxi mit anderen Fahrgästen zu teilen und weniger für die Strecke zu zahlen, gibt es bereits in mehreren Städten wie Hamburg und München. In Hamburg fährt zum Beispiel schon das Funktaxi. Auf Berlin soll die deutsche Stadt München folgen. Für die Bayerische Hauptstadt gibt es bereits eine Genehmigung. Danach will Mytaxi auch europäische Kommunen erobern. Für die Münchner und Berliner könnte das in Zukunft bedeuten, auch ohne Führerschein oder ÖPNV-Ticket schnell von A nach B zu kommen – und das für einen um 50 Prozent reduzierten Preis. Die Taxi-Branche selbst will in Zukunft wahrscheinlich auf dem Ridesharing Markt mitmischen. Das könnte bedeuten, dass die Projekte nicht nur in München, Hamburg und Berlin, sondern deutschlandweit ausgetestet werden.