Schulbau in Rekordzeit
Schulbau aus 3D-Modulen bleibt temporär
Die berühmte ‚assembly line‘ ist eine Erfindung vom Autobaupionier Henry Ford, die sich bis heute in weiten Teilen der industriellen Fertigung unterschiedlicher Branchen und Produkte bewährt hat. Die als temporäre Erweiterung geplante Schule, erbaut für die Kinder des Personals Europäischer Zentralbank und Bankenaufsicht der Europäischen Gemeinschaft, besteht aus 98, in Gänze vorgefertigten 3-D Modulen, die horizontal und vertikal zu der Gesamteinheit Schule zusammengefügt wurden. So startete die Planung in Januar 2014, die Vorfertigung lief im Oktober desselben Jahres an, und bereits im April 2015 wurde der Bau finalisiert. Dabei dauerte der Aufbau der Module selbst nur 20 Tage.

Ähnliche Projekte – mit anderen Materialien – gibt es auch in München. Dort entstand in Rekordzeit ein farbenfrohes Bauwerk in Modulbauweise. Hier wurde die Bauzeit aufgrund der Modulbauweise sogar um 70 Prozent verkürzt. Während auf dem Bauplatz die Fundamente erstellt werden, wird im Herstellerwerk schon produziert, wenig später montiert. „Die Montage dauerte nur wenige Tage“, schwärmt der beauftragte Architekt Alexander Stecher. Wie auch in Frankfurt ist das Gebäude nicht auf die Ewigkeit konzipiert – es handelt sich um eine Interimsschule. Auch in Frankfurt weiß man, dass wohl nicht für die Ewigkeit gebaut wurde: Denn das Areal ist für die Erweiterung eines Autobahnanschlusses vorgesehen. Nur ist noch unklar, wann dieser kommt.