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Ein digitaler Supermarkt (hier in Rasdorf, Kreis Fulda) mit 24 Stunden Service und Selbstbedienung - Nahversorgung leicht gemacht
Ein digitaler Supermarkt (hier in Rasdorf, Kreis Fulda) mit 24 Stunden Service und Selbstbedienung - Nahversorgung leicht gemacht
© imago

Nahversorgung

So kommt der Tante Emma Laden in Ihre Kommune

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
14. Juni 2024
In kleinen Orten gibt es immer seltener einen Supermarkt. Sogenannte Tante Emma Läden springen ein, häufig rund um die Uhr geöffnet und ohne Mitarbeiter an den Kassen – dafür gesteuert per App. Wir haben mit Experten eine Checkliste erarbeitet, wie Kommunen vorgehen sollten – egal, ob Sie einen Investor suchen oder selbst einen solchen kleinen Supermarkt betreiben wollen.

Nahversorgung leicht gemacht - in nur 8 kurzen Punkten zeigen wir Ihnen, wie es in Ihrer Kommune gelingen kann, die Erfolgschancen ihres Tante-Emma-Ladens erheblich zu steigern und somit gleichzeitig die Lebensqualität im Ort zu verbessern. 

Denn das Konzept des Tante-Emma-Ladens zeichnet sich in immer mehr kleinen Dörfern als sehr erfolgreich ab. Jügst wurde Anfang Juni in Teschendorf, einem kleinen 1000 Einwohner-Dorf in Brandenburg ein neuer Nahversorger eröffnet. 24 Stunden täglich geöffnet, per Technik gesteuert. Mehr Informationen dazu haben wir Ihnen HIER zusammengetragen.

Hier sind sie nun aber, die acht wichtigsten Tipps zum Thema:

  1. Bedarfsermittlung und Planung:
    • Führen Sie eine Bedarfsanalyse durch, um den genauen Bedarf und die Nachfrage im Ort zu ermitteln.
    • Entwickeln Sie ein solides Geschäftsmodell, das die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinde berücksichtigt.
  2. Finanzierung und Unterstützung:
    • Sichern Sie die Finanzierung durch Genossenschaften, Spendenaktionen oder öffentliche Fördermittel.
    • Nutzen Sie ehrenamtliches Engagement, um die laufenden Kosten zu senken und die Gemeinschaft zu stärken​ 
  3. Kostenreduktion durch Digitalisierung:
    • Implementieren Sie digitale Lösungen zur Kostensenkung, z.B. durch Self-Service-Kassen, RFID-Technologie und digitale Zutrittskontrollen.
    • Nutzen Sie innovative Logistik- und Bestellsysteme, um die Effizienz zu steigern und die Lagerkosten zu senken​ 
  4. Angebot und Sortiment:
    • Stellen Sie sicher, dass der Laden ein breites Sortiment an Produkten des täglichen Bedarfs anbietet.
    • Ergänzen Sie das Angebot durch lokale und regionale Produkte, um die Attraktivität zu erhöhen​ 
  5. Flexible Öffnungszeiten und Erreichbarkeit:
    • Bieten Sie flexible und verlängerte Öffnungszeiten, idealerweise auch an Wochenenden und Feiertagen.
    • Implementieren Sie digitale Zugangsmöglichkeiten, sodass Kunden auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten einkaufen können.
  6. Treffpunkt und Community-Funktion:
    • Gestalten Sie den Laden als sozialen Treffpunkt mit zusätzlichen Dienstleistungen wie einem Café, einer Poststelle oder Veranstaltungen.
    • Fördern Sie die soziale Interaktion und das Gemeinschaftsgefühl im Laden​
  7. Technologische Unterstützung und Sicherheit:
    • Nutzen Sie moderne Technologien zur Bestandsverwaltung und Nachbestellung, um den Betrieb effizient zu gestalten.
    • Sorgen Sie für die Sicherheit der Kunden und Waren durch Überwachungssysteme und digitale Bezahllösungen​ 
  8. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit:
    • Informieren Sie die Öffentlichkeit regelmäßig über den Fortschritt und die Angebote des Ladens.
    • Nutzen Sie lokale Medien und Social-Media-Plattformen, um die Sichtbarkeit des Ladens zu erhöhen und mehr Kunden anzuziehen​ 

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