
Stichwahl
Wangerooge: Frau von der Insel setzt sich als Bürgermeisterin durch
Bei der Wahl am 17. August hatte keiner der sechs Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters auf Wangerooge die erforderliche Mehrheit von 50 Prozent erreicht. Die Entscheidung sollte also auf zwei Bewerber hinauslaufen: auf Sven Janisch, Stadtkämmerer in Sarstedt, der im ersten Wahlgang 29,77 Prozent holte, und Tina Mißmahl, die mit 34,33 Prozent die meisten Stimmen erhielt. Die gebürtige Wangeroogerin ist Diplom-Bauingenieurin und Referentin für Schulausbauplanung bei der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen. Mißmahl hatte 2018 schon einmal kandidiert und war erst in der Stichwahl um das Amt der Bürgermeisterin im Nordseeheilbad Wangerooge knapp gescheitert. Als sie an diesem Sonntag in die entscheidende Stichwahl ging, gewann sie das Duell. Janisch, der sich auf die Anzeige beworben hatte, setzte vergebens die Hoffnung in die Wahl. Er wäre gerne Bürgermeister auf der Insel geworden.
Wangerooge: Zwei Jahre ohne Bürgermeister
Seit dem Rücktritt von Bürgermeister Marcel Fangohr im September 2023 war Wangerooge ohne Ratshausspitze. Fangohr hatte sich nach einem heftigen Streit mit dem Gemeinderat zurückgezogen. Zwischenzeitlich führte Rieka Beween als allgemeine Vertreterin die Geschäfte. Ursprünglich war sogar eine Fusion mit der Festlandsgemeinde Wangerland im Gespräch, um Verwaltungskosten zu sparen. Doch daraus wurde nichts – und so stand die Inselgemeinde nach zwei Jahren ohne Bürgermeister schließlich wieder vor einer klassischen Wahl.
Entscheidung über Stichwahl
Gewählt wurde an diesem Sonntag, 31. August, für acht Jahre. Die gebürtige Wangeroogerin Tina Marjatta Mißmahl siegte mit 56,93 Prozent - 419 Wangerooger stimmten für sie. Sven Janisch vom Festland unterlag mit 43,07 Prozent. Ihn wählten 317 Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,89 Prozent, wie die Gemeinde mitteilte. Das Ergebnis der Stichwahl kann hier abgerufen werden.
Leuchtturmwärter über eine Anzeige gefunden
Die ostfriesische Insel Wangerooge zog voriges Jahr bundesweit bereits die Aufmerksamkeit auf sich, als sie einen Leuchtturmwärter suchte. Mehr als 1100 Bewerbungen gingen ein. Ein 37-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen bekam den begehrten Job.