Smart Parking soll CO₂-Ausstoß verringern
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Intelligente Technik

CO₂ einsparen mit smart Parking

Für die Parkplatzsuche geht nicht nur viel Zeit drauf, sondern auch viel CO₂. Doch: Mithilfe von intelligenten Parkraumlösungen sollen klimaschädliche Emissionen eingespart werden. Ist smart parking also die Technik der Zukunft? Ein kurzer Überblick!

Die Parkplatzsuche verschlingt 41 Stunden im Jahr. Hinzu kommt der Kraftstoffverbrauch sowie die zusätzliche Abgasbelastung. In mehreren Städten werden deshalb smart parking-Möglichkeiten, also intelligente Parkraumlösungen ausgetestet. So werden Parkplätze mit einer speziellen Sensorik ausgestattet, die erkennt, ob hier gerade ein Auto steht oder nicht. Auch Kameras und Laserscanner können automatisch feststellen, ob der Parkplatz frei ist oder nicht und diese Infos auf das Smartphone der Autofahrer weiterleiten.

Wie viel Tonnen CO₂  werden durch das smart Parking eingespart?

Dass durch intelligente Parkraumlösungen klimaschädliche Emissionen eingespart werden können, zeigen die Antworten einer kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsabgeordneten Daniela Kluckert, über die der Tagesspiegel zuerst berichtet hat.

Mit smart Parking sollen bis zu 0,9 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden. "Das ist etwa halb so viel CO₂-Ersparnis, wie bei sämtlichen Flügen innerhalb Deutschlands produziert wird", erklärt Daniela Kluckert. Sie fordert deshalb, dass sich die Bundesregierung für den Einsatz der digitalisierten Parkplatzsuche einsetzt.

Laut Tagesspiegel bezieht sich die Bundesregierung bei der Antwort auf die Anfrage auf die Arbeitsgruppe 1 (Klimaschutz im Verkehr) der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität.

Die Arbeitsgruppe schätzt, dass das smart Parking bis zum Jahr 2030 zwischen 0,4 und 0,9 Millionen Tonnen CO₂ jährlich einsparen kann, wenn alle kommunalen öffentlichen Parkplätze dementsprechend digitalisiert werden und sich der Parksuchverkehr vollständig vermeiden lässt. Der Verband der Automobilindustrie hingegen geht von einer CO₂-Einsparung von 0,5 Tonnen pro Jahr aus.

smart Parking in Kommunen
In vielen Städten wird die Parkplatzsuche zur Geduldsprobe

Wie gehen die Kommunen mit dem Thema um?

In mehreren Städten und Gemeinden gibt es mittlerweile mehrere Angebote in dem Bereich. Und auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht Potenzial in der Technik, sieht sie aber nicht als Heilsbringer für sämtliche Verkehrsprobleme: "Die Digitalisierung im Bereich des Parkens bildet letztlich aber nur einen Baustein ganzheitlicher Mobilitätskonzepte in den Städten. Für eine Verkehrswende und saubere Luft brauchen wir insbesondere den Ausbau der Infrastrukturen und Angebote beim ÖPNV und Radverkehr", erklärt Jan Strehmann, der Referatsleiter Mobilität und Wirtschaft beim DStGB.