So soll die erste Wohnsiedlung aus dem 3D-Drucker aussehen.
Houben/Van Mierlo architects
So soll die erste Wohnsiedlung aus dem 3D-Drucker aussehen.

Erste Wohnsiedlung aus dem 3D-Drucker

Fünf Häuser aus dem 3D-Drucker - Was hier in Eindhoven beginnt, könnte Wohnungsbau und -markt revolutionieren. Auch die oftmals verzweifelte suche nach Bauunternehmen könnte damit ein Ende finden.

Aus einer Düse an einem Roboterarm fließt gleichmäßg Zement, Schicht für Schicht, bis die erste Komponente für das 3D-gedruckte Haus fertig ist. Bei dem Projekt Milestone der Stadt und der Technischen Universität Eindhoven sollen insgesamt fünf Häuser aus einem 3D-Drucker entstehen. So soll es möglich werden Gebäude schneller zu bauen. Auch kann der 3D-Drucker gegenüber dem herkömmlichen Bau eines Gebäudes Zement sparen und erlaubt andere Formgebungen. So können statt Ecken Rundungen gedruckt werden, die die Reinigung der Räume erleichtern. Die häufig mühsame Suche nach einem Bauunternehmen wäre so ebenfalls zu vermeiden.

3D-Druck macht den Bau günstiger

Die ersten Häuser sollen noch in der Universität gedruckt, dann in den Stadt Meerhoven gebracht und zusammengebaut werden. Die Häuser werden nacheinander gedruckt, um bei jedem neuen Druck aus den Erfahrungen des letzten lernen zu können. Das letzte Haus soll dann vor Ort gebaut werden, um zu lernen sich auf die äußeren Umstände, wie etwa das Wetter, einzustellen. Das erste Haus soll einstöckig sein und 100 Quadratmeter Wohnfläche haben. Der Bau des ersten Hauses werde teurer sein, als der Bau eines herkömmlichen Hauses, prognostizieren die Forscher des Projekts. Doch schon werden des Projekts würden die Kosten stark sinken. Schon beim letzten Haus gehen sie davon aus, weniger zu zahlen als bei einem herkömmlich gebauten Haus.

Die Häuser sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Erste Interessenten für die entstehenden Mietwohnungen haben sich bereits gemeldet. Ingenieur Theo Salet geht davon aus, dass in Zukunft auch die körperliche Arbeit auf der Baustelle von Robotern erledigt werden kann. Neue Arbeitsplätze entstünden dagegen in der Wartung der 3D-Drucker. Auch in China sind schon einige Gebäude im 3D-Drucker entstanden. Und auch im französischen Nantes leben erste Menschen in einem 3D-gedruckten Haus.

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