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KI Rechenzentrum Symboldbild
© Adobe Stock

Digitalisierung

Ki braucht genügend Rechenzentren

von Franz-Reinhard Habbel
Gastautor, Digitalpionier
28. Februar 2025
Damit Deutschland ein führender Digital- und KI-Standort wird, sind mehr Rechenzentren in Deutschland dringend notwendig, meint Franz-Reinhard Habbel. Die Frage nach dem Standort wird bedeutender.

Der Energiehunger ist groß. Durch Künstliche Intelligenz verbrauchen Rechenzentren immer mehr Strom, denn die Prozessoren, die die Daten verarbeiten, müssen gekühlt werden. Hohe Außentemperaturen, wie wir sie jetzt auch in Deutschland erleben, verschärfen das Problem. Für die Betreiber wird das immer teurer - nicht zuletzt wegen der hohen Energiepreise. Dabei stehen wir beim Einsatz von KI erst am Anfang. Die Internationale Energieagentur schätzte, dass Rechenzentren, Kryptowährungen und KI im Jahr 2022 weltweit rund 460 TWh Strom verbrauchen werden, was knapp 2 Prozent des globalen Strombedarfs entspricht. Experten erwarten, dass „weltweit vier bis fünf Prozent des Energieverbrauchs auf Rechenzentren entfallen werden“.  

Rechenzentren als Energiefresser

Die Technologiekonzerne suchen bereits nach Lösungen: Um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und die Energie auch in Zukunft bereitzustellen, setzen Unternehmen wie Microsoft und Google auf Mini-Atomkraftwerke. Sie könnten an Rechenzentren angeschlossen werden und so für eine stabile Energieversorgung sorgen. In den USA entstehen bereits Testreaktoren mit innovativen Kühlsystemen, die weltweit richtungsweisend sein könnten. 

Die Frage nach dem Standort der Rechenzentren gewinnt an Bedeutung. Zu Beginn der Industrialisierung veränderten Fabriken ganze Städte und Gesellschaften. Heute haben Rechenzentren einen ähnlichen wirtschaftlichen Einfluss, benötigen aber deutlich weniger Fläche und Arbeitskräfte. Microsoft baut in Elsdorf ein KI-Rechenzentrum und investiert 3,2 Milliarden Euro. Dort entsteht ein KI-Ökosystem, das Rheinische Revier wird zur Digital- und Quantenregion. Amazon schafft in Brandenburg für 7,8 Milliarden Euro europäische Speicherkapazitäten. Frankfurt bleibt mit dem weltweit größten Internetknoten ein zentraler Standort. Diese stärken Deutschlands Position als zweitgrößter Rechenzentrumsstandort in Europa hinter Großbritannien.  

Klimaneutrale Digitalisierung als Ziel

Um die Energieeffizienz zu steigern, setzen Experten auf neue Technologien und Kooperationen und eine stärkere Vernetzung der Rechenzentren. Auch KI wird in Zukunft genutzt werden, um den Energiebedarf zu senken.  Deutschland hat hier mit seinem ingenieurwissenschaftlichen Know-how die Chance, weltweit Standards zu setzen und langfristige Lösungen für eine klimaneutrale Digitalisierung zu entwickeln. 

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