Digitalisierung: Oben und Unten war gestern
Verwaltungsdigitalisierung auf Augenhöhe
Die Idee: Lösungen für die Verwaltungsdigitalisierung entstehen nicht im Ministerium oder auf Verbandsebene, sondern direkt mit den Menschen, die vor Ort Verantwortung tragen. In gemischten Arbeitsgruppen treffen sich Land und Kommunen – auf Augenhöhe. Es wird gemeinsam diskutiert, entwickelt und entschieden. Flache Hierarchien sind kein Versprechen, sondern gelebte Praxis. Wer mitmachen will, macht mit – jenseits starrer Proporze. Was dabei herauskommt? Etwa ein landesweites Beteiligungsportal, das Bürgern unkomplizierte Mitwirkung ermöglicht. Oder ein eGovernment-Marktplatz, der Nachnutzung digitaler Dienste vereinfacht. Oder ein IT-Sicherheitsprogramm, das Kommunen fit macht für den digitalen Alltag.
Kommunen mit bestem Blick für Lösungen
Das Entscheidende ist: Nicht die Produkte allein machen den Unterschied – sondern der Weg dorthin. Denn dieser Weg zeigt: Wenn Kommunikation offen, Vertrauen gegenseitig und Lösungen gemeinsam gedacht werden, entsteht ein neues Selbstverständnis. „Mastermind sind die Kommunen“, sagt Tobias Krüger, Chief Digital Officer des Landes. Und meint: Wer nah an den Problemen ist, hat auch den besten Blick für Lösungen.
Neue Staatskultur in Sachsen-Anhalt
Das GDST-Projekt ist damit mehr als ein Digitalisierungsprojekt. Es ist ein Prototyp für eine neue Staatskultur. Eine Kultur, in der Rechts- und Fachaufsicht nicht nur kontrolliert, sondern unterstützt. In der Standards gemeinsam entstehen. In der Netzwerke wichtiger sind als Zuständigkeiten. Andere Länder sollten genau hinschauen. Sachsen-Anhalt zeigt: Verwaltung kann anders.


