Immer mehr Kommunen setzen sich Klimaziele - doch wie sollen diese erreicht werden? Eine neue Studie gibt spannende Einblicke und Ausblicke! Wir zeigen die wichtigsten Faktoren!
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Immer mehr Kommunen setzen sich Klimaziele - doch wie sollen diese erreicht werden? Eine neue Studie gibt spannende Einblicke und Ausblicke! Wir zeigen die wichtigsten Faktoren!

Wie Städte ihre Klimaziele erreichen können

Über Klimaziele wird in diesen Tagen fast in allen Gemeindeparlamenten mehr oder weniger direkt gesprochen. Umso aufschlussreicher ist eine neue Studie der Coalition for Urban Transitions, über die der National Geographic nun berichtet. Aufgelistet sind in der Studie konkrete Maßnahmen, die auch für Städte und Gemeinden interessant sind. Wir haben den Extrakt der Studie für Sie zusammengestellt.

Allen ist klar: Klimaziele lassen sich nur erreichen, wenn Politik da anfängt, wo es die Menschen direkt betrifft: Vor Ort in den Kommunen! Denn es sind die Städte und Gemeinden, in denen die Menschen ihrem täglichen Leben nachgehen, in dem sie essen, zur Schule oder zur Arbeit gehen, im Winter nach Wärme suchen oder im Sommer die Abkühlung. All das kostet vor allem viel Energie, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine neue Studie sagt nun: Schon mit den Technologien und Strategien, die uns heute zur Verfügung stehen, können Städte ihre CO2 Emissionen bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent verringern. Die Studie der Coalition for Urban Transitions haben wir uns daher genauer angesehen. 

 

Klimaziele: Wichtigster Faktor sind die Gebäude 

 

Größte Baustelle - nicht nur im übertragenen Sinne - sind die Gebäude. Energieeffizienz heißt das Zauberwort, es geht also um Sanierung oder den Neubau von modernen Gebäuden. Hier beziffert die Studie das Potential auf 30 Prozent aller Emissionen, die eingespart werden können. Allein nur durch eine bessere Energieeffizienz, weitere 30 Prozent Potential verspricht sich die Studie von Änderungen bei der Stromerzeugung, sprich: erneuerbaren Energien. Diese Zahlen beziehen sich zwar auf die weltweiten Emissionen in Städten. Für Deutschland gelten also andere konkrete Zahlen, die Richtung ist aber die Gleiche. Die Forscher fordern Stadtplaner vor allem auf, die Lichtverhältnisse und Luftbewegungen von Anfang an beim Bau zu berücksichtigen. Das spare massiv Heiz- und Lüftungskosten ein. Als Faustregel gibt die Studie aus: Die Energieeffizienz der Gebäude in einer Stadt muss pro Jahr um 3 Prozent steigen, dann seien die Pariser Klimaziele auch zu erreichen. Zudem erklären die Forscher, es werde noch immer viel zu wenig auf die Baumaterialien geachtet. Das gilt für die Gebäude, insbesondere aber auch für die Infrastruktur. Sprich: Weniger Beton, Stahl und Glas. Faktoren wie die Gebäudeisolierung müssten mehr Beachtung finden. 

 

 

Zweitwichtigster Faktor zur Erreichung der Klimaziele sind Verkehr und Strom 

 

"Das grünste Gebäude ist das, was schon existiert", heißt es in dem Bericht. Mehr umbauen und weniger neu bauen empfiehlt daher die Studie. Ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und mehr Car-Sharing-Angebote seien weitere Faktoren. 

Der Bericht nennt aber auch die Grenzen der Kommunen. So fordert er vor allem mehr Kooperationen mit den Landesregierungen und den nationalen Regierungen. Denn während Faktoren wie die Gebäudeisolierung in der Hand der Städte liegen, ist ein großflächiger Umstieg auf erneuerbare Energien nur national lösbar. "Das ist tatsächlich etwas, das die Städte nicht allein leisten können", so Sarah Colenbrander, die Hauptautorin des Berichts. Ganz handlungsunfähig sind Kommunen aber auch hier nicht. So will die Stadt München bis zum Jahr 2025 komplett auf erneuerbare Energien umsteigen. Sie hat bereits einen Vertrag unterschrieben, um die Münchener S-Bahn mit Windkraft aus einem Offshore-Windpark in der Nordsee zu versorgen. 

 

Den vollständigen Bericht (in englischer Sprache) finden Sie online auf der Seite der Coalition for Urban Transitions

 

 

 

 

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