Smartwatch - ein Thema auch für Kommunen
Smartwatch - ein Thema auch für Kommunen

Smartwatch: Halt den Finger an die Uhr

Neue Techniken, wie etwa die Smartwatch fordern auch die Kommunen heraus. Sie sind auch eine Chance für den ländlichen Raum, meint Franz-Reinhard Habbel.

Folgt man den Visionen und den daraus abgeleiteten neuesten Produkten und Dienstleistungen der weltgroßen Technologieunternehmen, steht das Thema Gesundheit ganz oben an. Ein Milliarden Markt, auch vor dem Hintergrund steigender Weltbevölkerung. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die die Fitness in den Vordergrund stellen, geht es Apple um die digitale Medizin. Ihre Rolle sehen Sie insbesondere als Datenlieferant zwischen Menschen, Ärzten und medizinischen Einrichtungen. Die gerade auf dem Markt gekommene Apple Watch 4 zeichnet unter anderem elektrokardiologische Daten auf. Noch fehlt für Deutschland die dafür notwendige Zulassung. Sie werden zwar nicht den Arzt ersetzen. Dennoch erzielen sie Wirkung auch auf das öffentliche Gesundheitswesen. Der Präsident der US-Herzgesundheitsstiftung AHA, Ivor Benjamin, räumt ein dass, "die Möglichkeit, medizinisch sinnvolle Herzdaten einer Person in Echtzeit aufzunehmen, wird verändern, wie wir praktizieren". Und die Entwicklung wird hier nicht stehen bleiben. Auf der anderen Seite steht das öffentliche Gesundheitswesen.

 

Smartwatch: Ein Thema auch in Deutschland

 

In Deutschland nehmen die Themen Vernetzung, elektronische Patientenakte und Gesundheitskarte neue Fahrt auf. Die notwendige Infrastruktur für eine digitale Medizin muss noch geschaffen werden. Politik, Ärzteschaft, Verbände, Krankenkassen, Versicherungen aber auch Kommunen sind gefordert. Gesundheit ist ein wichtiger Standortfaktor und Teil der Daseinsvorsorge. Deshalb ist es wichtig, dass öffentliche Gesundheitswesen auch datentechnisch zu ertüchtigen und digitale Prozesse zu beschleunigen. Geschieht das nicht, wird die digitale Medizin weitgehend privatisiert daherkommen. Die Speicherung und Nutzung von Daten bleibt dann intransparent. 

 

Die Smartwach: Ein Gewinnerthema für den ländlichen Raum 

 

Was können Kommunen zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitswesen tun? Sie sollten sich vor allen Dingen auf den Bereich Prävention konzentrieren. Mehr Sport und Bewegung, Luftreinhaltung, stressfreie Mobilität. Naherholung, schlichtweg lebenswerte Städte und Gemeinden sind im Sinne der Gesundheit wichtige Präventionsmaßnahmen. Hier können Städte durch nutzerfreundliche Information im Netz beziehungsweise auf Plattformen, wie es etwa die Stadt Potsdam im Bereich der Spielplätze einschließlich Spielgeräte tut, Zeichen setzen. Darüber hinaus können sie Konzepte mit entwickeln und umsetzen, die zum Ziel haben, die medizinischen Versorgung gerade im ländlichen Raum durch Vernetzung und Telemedizin zu verbessern helfen. Die Zukunft des öffentlichen Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der digitalen Medizin ab.

 

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