Verschuldung der Kommunen reduzieren
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Spar-Projekte gegen die Verschuldung von Kommunen

Reines Sparen hilft nicht gegen die Verschuldung. Weshalb einige rheinland-pfälzische Kommunen zusätzlich noch Spar-Projekte ins Leben gerufen haben - mit spürbarem Effekt!

Wenn es um die Verschuldung in Deutschland geht, führen die rheinland-pfälzischen Kommunen die Statistiken deutlich an. Allein die Pleitestadt Pirmasens sorgt seit Jahren für Schlagzeilen in den Medien, wenn es um das Thema Verschuldung geht. Und auch Kaiserslautern oder Zweibrücken stecken in chronischer Geldnot. Und das hat Konsequenzen: Stark verschuldete Kommunen wie diese können kaum freiwillige Aufgaben geschweige denn Investitionen wahrnehmen.

Projekte gegen die Verschuldung der Kommunen

 

Nach einem Ausweg haben deshalb der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz gesucht - und tatsächlich eine kleine Lösung gefunden. Seit Jahren reicht das reine Sparen nicht aus, weshalb die Verbände nach Projekten gesucht haben, bei denen die Kommunen weiter Geld sparen können. Etwa, durch neue Organisationsstrukturen oder die Mithilfe der Bürger. Dabei fanden sie Vorbild-Projekte, die nun mit dem symbolischen "Spar-Euro" ausgezeichnet worden sind. Die Spar-Projekte sollen zum Nachahmen anregen.

 

Und was waren das für Projekte, mit denen Kommunen Geld sparen konnten?

 

  • Im Landkreis Ahrweiler konnten in den Bereichen des Jugendamts und der Sozialabteilung die Kosten gesenkt werden, obwohl die Qualität gestiegen ist. Trotz der Aufstockung des Personals konnte dank einer Reform jährlich eine Million Euro gespart werden. Hierfür wurden unter anderem die teuren stationären Hilfen zur Erziehung von 64 Prozent im Jahr 2012 auf 53 Prozent im Jahr 2017 gesenkt. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

  • Die Stadt Trier hingegen hat das Ziel, bis zum Jahr 2020 die modernste Kommunalverwaltung in Rheinland-Pfalz zu werden. Das beinhaltet auch das Teilziel, papierlos zu arbeiten. Die Trier Stadträte arbeiten deshalb mit eigenem oder stadteigenen Tablet. Dadurch konnten bisher pro Jahr 22.500 Euro an Druck- und Papierkosten gespart werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

  • Die Ortsgemeinde Käshofen fährt ein gänzlich anderes Konzept. Hier wurde das ehrenamtliche Engagement gefördert: Rund 2.000 Stunden freiwillige Arbeit leisteten die Bürger hier. Auf dem Plan stand vor allem auch die Dorferneuerung. Und dank der engagierten Bürger musste die Gemeinde nur die Materialkosten von 26.000 Euro zahlen - den zu renovierenden Platz pflasterten die Käshofer selbst. Mehr dazu lesen Sie hier.
     

 

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