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Die Zahl der Waldbrände in Deutschland steigt seit Jahren an
Die Zahl der Waldbrände in Deutschland steigt seit Jahren an
© 123rf

Immer mehr Waldbrände in Deutschland

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
12. September 2018
Erstmals gibt es in Deutschland weniger als eine Million Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Laut Feuerwehrverbandspräsident Ziebs sank die Zahl von 1,04 Millionen auf 996.000. Gleichzeitig ist die Zahl der Einsätze um 10 Prozent gestiegen.

Eins ist schon jetzt klar - mindestens im Norden und Osten der Republik war es in diesem Jahr so trocken wie vermutlich nie zuvor. Waldbrände haben entsprechend zugenommen. Bundeswehr, Bundespolizei und Technisches Hilfswerk mussten daher immer häufiger beim Löschen helfen. Amtshilfe nennt sich das dann - denn die Bundesländer sind für den Katastrophenschutz zuständig, der Bund für den Zivilschutz. Bundeswehr und Bundespolizei setzen meist Hubschrauber ein, die Löschwasser über den Flammen abgießen, die Bundespolizei stellt Wasserwerfer zur Verfügung. 

5500 Stunden Amtshilfe für Waldbrände 

Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zum Thema geht nun hervor: Allein die Bundeswehr musste bis August diesen Jahres 5500 Stunden Amtshilfe leisten. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 159 Stunden, im Jahr 2016 gar "nur" 20 Stunden. 

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Ähnliche Zahlen legte die Regierung für die Bundespolizei vor. Im Jahr 2016 gab es noch keine Löscheinsätze, im vergangenen Jahr dann 16 Stunden. Aber zwischen Januar und August 2018 flog die Bundespolizei bereits mehr als 100 Stunden. 

Beim THW stieg die Zahl der Einsatzstunden von 189 im Vorjahr auf aktuell 1350 Stunden. 

Was tun, um Waldbränden Herr zu werden?

Die Anfrage hat auch politische Diskussionen ausgelöst. Gestellt hatte sie der FDP-Abgeordnete Benjamin Strasser. Er bemängelt die Situation im Magazin Spiegel und spricht von Nachholbedarf. Der Ausbau der in Deutschland verfügbaren Löschhubschrauber oder auch eine gemeinsame europäische Löschfahrzeugstaffel seien denkbare Wege. Die Bundesregierung sieht eine EU-Lösung aber skeptisch. Die Schaffung einer EU-Kapazität dürfe nicht dazu führen, dass nationale Maßnahmen zur Brandbekämpfung reduziert würden. 

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