Voto App Digitale Wahlhilfe für Kommunalwahlen in Bayern und Hessen
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Wahl-O-mat 2026

Digitale Wahlhilfen zur Kommunalwahl in Bayern und Hessen

Vor den Kommunalwahlen in Bayern am 8. März und Hessen am 15. März 2026 können vor allem junge Wähler über digitale Wahlhilfen herausfinden, welche Partei oder Wählergruppierung in ihrer Stadt oder Gemeinde mit ihren politischen Vorstellungen übereinstimmen - und welche nicht. KOMMUNAL bietet einen Überblick zum lokalen Wahl-O-mat und wo er im Netz zu finden ist. Es gibt die digitalen Wahlhilfen nicht nur in großen Städten, sondern auch in kleineren Kommunen wie im bayerischen Abensberg. Auch die jungen Wähler in Hessen können erkunden, mit welchen Positionen sie am meisten übereinstimmen.

Bei den Gemeinde- und Landkreiswahlen entscheiden die Wähler in Bayern am Sonntag, 8. März, über rund 39.500 kommunale Mandate in 2.056 Gemeinden und 71 Landkreisen. Gewählt wird für sechs Jahre. Wahlberechtigt ist, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Ein Wahlrecht ab 16 gibt es bei den Kommunalwahlen in Bayern bisher nicht. Dennoch können auch Jüngere digital erkunden, welche Partei oder Wählergruppierung am ehesten ihre Vorstellungen von einer erfolgreichen Kommunalpolitik vertritt. Allerdings sind nicht die einzelnen Kandidaten mit ihren Auffassungen und Plänen vertreten. Ein kleines Manko, denn gerade bei Kommunalwahlen entscheidet meist weniger das Parteibuch als die Persönlichkeit des Kandidaten oder der Kandidaten. 

Voto-Wahlhilfe in Bayern in zahlreichen Städten und Gemeinden

Wie funktioniert die digitale Wahlhilfe? Ein Beispiel: Wer in der mittelfränkischen Gemeinde Rohr lebt, bekommt über die Voto-Wahlhilfe als erste These von 30 Standpunkten präsentiert: Alle Schülerinnen und Schüler sollen ein kostenloses Nahverkehrsticket erhalten. Zur Auswahl stehen: Keine Zustimmung, volle Zustimmung, neutral. Alternativ kann man die These überspringen -  was das Ergebnis aber verfälschen kann.

Themen: Steuern, Tempolimits, Hundekotbeutel

In der zweiten These geht es um Steuern: Unternehmen, welche sich um fairen Handel und die Reduzierung von Verpackungen bemühen, sollen weniger Gewerbesteuern zahlen. Die dritte These lautet: Die Gemeinden sollen weniger Geld an den Landkreis abgeben, auch wenn der Landkreis dann mehr Kredite aufnehmen muss. Weitere Themen sind unter anderem Jugendförderung, Tempolimits, die Betreuung in Flüchtlingsunterkünften die ärztliche Versorgung, Jugendbeteiligung, ein Handyverbot an Schulen und Hundekotbeutel.

Wer alle Thesen beantwortet hat, bekommt das Ergebnis als Grafik angezeigt, inklusive der prozentualen Übereinstimmung mit den Positionen von CDU, SPD, Freie-Unabhängige Wählergemeinschaft und Unabhängigen Wähler in Rohr. 

Digitale Wahlhilfen in großen und kleinen Kommunen

Beispiele für Voto-Wahlhilfen auf kommunaler Ebene in Bayern: Nürnberg Landshut, Fürth, Rosenheim, Augsburg und Passau, aber auch kleinere Kommunen wie der Markt Allersberg oder die Stadt Zirndorf.

Wer die Thesen und Programme der Parteien und Wählergruppen in seiner Heimatstadt, Heimatgemeinde und dem Landkreis überprüfen und mit den eigenen Überzeugungen abgleichen will, findet hier die angebotenen Wahlhilfen.

Screenshot Voto Wahlhilfen

Digitale Wahlhilfen vor Kommunalwahlen in Hessen

Knapp 4,7 Millionen Wahlberechtigte ab 18 Jahre in Hessen stimmen am 15. März 2026 über die Zusammensetzung von 421 Gemeindevertretungen, 21 Kreistagen sowie Orts- und Ausländerbeiräten ab. Auch vor den Kommunalwahlen in Hessen können junge Wähler und Wählerinnen digitale Wahlhilfen nutzen. So bietet die Voto-Wahlhilfe Thesen für unter anderem Frankfurt am Main, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt, Hanau, Köln oder die Stadt Viernheim im Landkreis Bergstraße an, ebenso für Kreistagswahlen, etwa im Schwalm-Eder-Kreis.

lokal-o-mat Kommunalwahlen Hessen screenshot
So sieht der lokal-o-mat für vier Städte in Hessen aus.

Zudem gibt es in Hessen einen lokal-o-mat in Frankfurt am Main, Kassel, Marburg und Fulda an. Ein Beispiel? Die erste der 30 Thesen in Fulda: Die Friedrichstraße soll zur Fußgängerzone werden, die zweite These: Fulda soll auch allen städtischen Großveranstaltungen den Konsum von Cannabis verbieten. 

Entwickelt wurde der lokal-o-mat von einem Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gemeinsam mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Fotocredits: Wahlhilfen in Bayern und Hessen: Screenshots