shutterstock

Smart Government - Das gläserne Rathaus

Mi, 17.04.2019

Was machen Stadträte den ganzen Tag und über welche Dinge wird im Rathaus diese Woche entschieden? Die kommunalpolitischen Vorgänge transparent zu machen, kurbelt die Beteiligung der Bürger an. Mit den Möglichkeiten des E-Government können Bürger stärker beteiligt werden. Und in vielen Städten passiert das auch bereits.

Wenn man sich mit Digitalisierung und Kommunen beschäftigt, ist der erste Gedanke derzeit die digitale Verwaltung. Doch auch in der Kommunalpolitik kann die Digitalisierung viel verändern. Bürger können einfacher informiert, Prozesse transparenter gemacht werden. Und auch die aktive Einbeziehung der Bürger erhält neue Möglichkeiten. So könnte die sinkende Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen umgekehrt werden, sagen einige Experten voraus. In unserem Deutschlandreport stellen wir unterschiedliche Ansätze für das "gläserne Rathaus" vor. Hier lesen Sie bereits einige E-Government-Ideen vorab.

Mehr zum Thema E-Government mit unserem Probe-Abonnement!
Sie würden gerne den vollständigen Report lesen, aber erhalten unser Magazin bisher nicht? Dann melden Sie sich hier zum Probeabo an!

​Im Bereich Smart City ist Bad Hersfeld schon lange ein Vorreiter in Deutschland. Beim E-Government zieht der Landkreis Hersfeld-Rotenburg nun nach. Hier werden alle wichtigen Informationen der Kreistagssitzungen und Ausschüsse in einem Online-Bürgerportal zur Verfügung gestellt. Von Terminen über Tagesordnungen und Protokolle bis hin zu Drucksachen der Kreistagssitzungen und Ausschüsse können Bürger alles downloaden. „Wir dürfen nicht nur Glasfaser in den Boden legen“, sagt Michael Koch, Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. „Wir müssen gezielt versuchen, die Menschen zu erreichen. Die Aufgaben der Verwaltung sind sehr vielschichtig und bunt und es ist wichtig, das zu kommunizieren.“ Wenn Bürger permanent Zugang zu kommunalpolitischen Prozessen haben, erkennen sie auch stärker, dass diese sehr häufig ihr alltägliches Leben betreffen, ist die Hoffung. Koch gehört daher auch zu einer wachsenden Gruppe an Kommunalpolitikern, die per WhatsApp für ihre Bürger erreichbar sind. Die Digitalisierung solle dabei natürlich das persönliche Gespräch nicht ersetzen. Als Ergänzung seien digitale Möglichkeiten jedoch eine große Chance für die kommunalpolitische Ebene wieder in engeren Kontakt mit den Bürgern zu treten.

Politische Vereine helfen beim E-Government der Kommunen

Kommunen bekommen auf dem Weg zum transparenten E-Government auch Unterstützung von politischen Vereinen wie der "Open Knowledge Foundation". Der gemeinnützige Verein hat sich der transparenten, partizipativen und kooperativen Arbeit im öffentlichen Sektor verschrieben. Auf verschiedenen Plattformen geben sie Kommunen die Möglichkeit ihre Daten zu veröffentlichen. Es gibt eine Plattform auf der offene Haushaltsdaten visualisiert aufbereitet werden und eine Datenbank auf der Entscheidungen von Stadt- und Landräten durchsucht und auf einer Karte angezeigt werden können. So können auch Kommunen, die selbst noch keine Online-Plattformen aufgebaut haben, ihre Entscheidungen transparent machen und am E-Government teilnehmen.

Feuerwehr - auch in unserem Newsletter Thema!
KOMMUNAL versorgt Sie jeden Donnerstag mit den neuesten Nachrichten aus der kommunalen Welt. Hier gehts zur Newsletter-Anmeldung.

Mehr zum Thema

Weitere Gastbeiträge

Neuester Inhalt

Immer informiert bleiben!

Jetzt für KOMMUNE.HEUTE anmelden und die Neuigkeiten der kommunalen Welt kommen direkt in Ihr Postfach.
 Ja, ich habe die Datenschutzerklärung verstanden und akzeptiere sie.*

Ja, ich möchte im Newsletter persönlich angesprochen werden! (optional)