Waldbrandbekämpfung mit Hubschrauber
Dante Petrone/shutterstock

Waldbrandbekämpfung - Neue Task Force soll Feuerwehr unterstützen

Mit Großbränden auf munitionsbelasteten Waldgebieten ist die Feuerwehr vor Ort oft überfordert. Deshalb können sich Feuer über Tage ausbreiten, wie zuletzt bei Lübtheen. Die Lösung soll eine Task Force zur Waldbrandbekämpfung sein.

Die Dichte an Feuerwehren in Deutschland ist weltweit einmalig hoch. Deshalb ist man hierzulande auch gut auf Waldbrände vorbereitet, ist sich Karl-Heinz Knorr, Vizepräsidenten des Deutschen Feuerwehrverbands, sicher. Ein großes Problem bleibt jedoch: Wo Munition im Boden liegt, kann die Feuerwehr mit ihren Löschfahrzeugen nicht ran. Und das betrifft nach wie vor große Areale, besonders in Ostdeutschland. Es ist ein kleiner Bruchteil der Waldbrände, die in solchen Gebieten ausbrechen, doch dort entsteht der flächenmäßig bei weitem größte Schaden. "Wir brauchen eine Task Force zur Waldbrandbekämpfung, die über Spezialfahrzeuge verfügt", forderte Knorr deshalb schon in der letzten Ausgabe der KOMMUNAL.

Seehofer sagt Task Force zu

Nach dem tagelang anhaltenden Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen, verlangte auch Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister, Lorenz Caffier, nach einer bundesweiten Task Force. Weder Bund, noch Länder, noch Kommunen könnten die Waldbrandbekämpfung auf munitioniertem Gebiet alleine bewältigen. Es handle sich um eine Gemeinschaftsaufgabe. Bundesinnenminister Horst Seehofer sah sich nach der Löschung die Schäden des Brandes selbst an und sagte noch vor Ort eine solche Task Force zu. Eine Einsatzgruppe von Bund und Ländern solle die örtlichen Feuerwehren künftig bei der Waldbrandbekämpfung unterstützen. Im Einzelnen schlägt Seehofer vor, dafür die Hubschrauberflotte der Bundespolizei zu vergrößern und Räumpanzer, sowie gepanzerte Löschfahrzeuge für das Technische Hilfswerk anzuschaffen.

Waldbrandbekämpfung braucht mehr als Task Force

Doch nicht nur die Task Force wurde in Lübtheen zur Priorität gemacht. Auch die Kampfmittelberäumung müsse schneller vorangetrieben werden als bisher. Um das möglich zu machen, sagte Seehofer zu, weitere Ressourcen zu schaffen. Im 1.000-Meter-Umkreis von Dörfern und Wohnsiedlungen solle entmunitioniert werden. Zudem müssten die Waldbrandschneisen in Zukunft besser gepflegt werden. Auch das stellte sich in Mecklenburg-Vorpommern als Problem für die Feuerwehren heraus, die bei dem Brand auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Lübtheen über Tage im Einsatz waren. 6.200 Hektar Wald hatten dort in Brand gestanden.

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