Direkt zum Inhalt

Secondary Navigation

  • E-Paper
  • Podcast
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  • Anmelden
 

Messe KOMMUNAL 2026

18.–19. November in Erfurt. Kostenlos dabei sein, Lösungen entdecken und vernetzen.

Jetzt kostenlos anmelden
Home
Home

Main navigation

  • K+

Mobile Navigation

  • Anmelden
  • Politik
  • Praxis
  • Panorama
  • K+
  • K+ bestellen
  • E-Paper
  • Newsletter
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Podcast
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  1. Politik
  2. Recht
  3. Recht Aktuell
  4. Recycling von Klärschlamm wird zur Pflicht - was Kommunen jetzt tun müssen!
Klärschlamm: eine wertvolle Ressource
Klärschlamm: heute verbrannt, morgen recycelt
© 123rf.com/profile_gorlovkv

Recht Aktuell

Recycling von Klärschlamm wird zur Pflicht - was Kommunen jetzt tun müssen!

von Annette Lübbers
Reporterin
30. Dezember 2022
Deutschland sucht neue Wege der Klärschlammentsorgung: Im Rheinland laufen die Planungen dafür auf Hochtouren. Eine Firma, die ausschließlich kommunalen Unternehmen gehören soll und sicherstellen soll, dass es dem Gemeinwohl dient, ist das Ziel. Wir zeigen Ihnen den aktuellen Stand und geben Tipps, wie Ihre Kommune das Thema vorantreiben kann.

Zurzeit wird Klärschlamm in Deutschland entweder als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt oder in Kohlekraftwerken verbrannt. Das ist teuer: Seit 2017 sind die Preise für die Klärschlammentsorgung sprunghaft gestiegen. Mit dem Ausstieg Deutschlands aus der Kohle wird die Verbrennung mittelfristig unmöglich. Eine Verbrennung ist ohnehin die denkbar schlechteste Lösung: Ein wichtiger Bestandteil des Klärschlamms ist Phosphor. Ein wichtiger Rohstoff, dessen Herstellung zukünftig schwieriger werden wird, weil die dafür notwendigen Minerale weltweit zur Neige gehen. Weiteres Argument für das neue Verfahren: Ab 2029 darf Klärschlamm, einer neuen Verordnung zufolge, nicht mehr als Düngemittel eingesetzt werden. In diesem Sommer gegründet, soll das Unternehmen KLAR - das Kürzel steht für Klärschlammverwertung am Rhein - bis 2029 den anfallendem Klärschlamm in der Region Köln/Bonn in die Wiederverwertung bringen.

Bau und Betrieb der Anlage übernimmt das neue Unternehmen, zu dessen Anteilseignern ausschließlich kommunale Unternehmen gehören. So soll sichergestellt werden, dass das Unternehmen ausschließlich dem Gemeinwohl dient. Daran beteiligt sind unter anderem die Stadtwerke Köln, die Stadt Bonn sowie ein Zusammenschluss mehrerer rheinischer Städte und Umlandgemeinden (KKP). 

Mit Klärschlamm die Energiewende beflügeln

Die neue Anlage in Köln-Merkenich entsteht im Bereich eines stillgelegten Braunkohleblocks und soll eine Kapazität von 30.000 bis 39.000 t/a TS (Trockensubstanz) haben, was in etwa dem Klärschlamm von zwei Millionen Einwohnern in der Region Köln/Bonn entspricht. Birgit Konopatzki, Sprecherin bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, erläutert: "Am Standort ist dank der bereits vorhandenen Infrastruktur eine einzigartige Lösung für den Transport möglich. Nur hier kann der Klärschlamm per Rohrleitung, Schiff, LKW und potenziell per Bahn angeliefert werden. Der Klärschlamm aus dem Großklärwerk Stammheim wird dann direkt über eine Rohrleitung in die Anlage transportiert - statt per LKW durch Wohngebiete und über die Autobahn." Eingesetzt sollen zudem - so der Stand der Diskussion - Schiffe mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb. Das Ziel: Mit Klärschlamm klimaneutrale Fernwärme für etwa 1.700 Haushalte und einen Teil des Industriesektors sowie klimaneutralen Strom zu generieren.

Die neue Anlage: Der Zeitrahmen

Vorgesehen ist es, bis Ende des kommenden Jahres den technischen Rahmen des Projektes festzulegen. Danach folgt in etwa zwei Jahren - so die Planung - das Entwurfs- und Genehmigungsverfahren inklusive einer umfassenden Beteiligung der Öffentlichkeit. Ende 2025 soll dann der erste Spatenstich erfolgen.

In Köln soll die braune Brühe bald zur Energiewende beitragen.

Kooperation zu Klärschlammverwertung

Bei der jetzt vereinbarten Zusammenarbeit im Sachen Klärschlammverwertung muss es in der Region Köln/Bonn nicht bleiben. Volker Erbe, Geschäftsführer der KKP, kann sich mehr vorstellen: "Wir haben die Interessen und Kräfte einiger umliegender Städte und Gemeinden gebündelt und erstmalig beim Thema Klärschlammverwertung eine Kooperation mit zwei Großstädten auf die Beine gestellt. Damit schaffen wir die Basis für weitere Kooperationsmöglichkeiten - nicht nur bei der Abwasserbehandlung, sondern vielleicht sogar noch bei anderen Aufgaben der Daseinsvorsorge."   

Aus Klärschlamm wird Strom und Wärme

In der Kläranlage Schönermark wird aus Klärschlamm Energie erzeugt.
MEHR



 

Fotocredits: 123rf.com/profile_hxdyl
Der Newsletter für kommunale Entscheidungsträger. Lesen Sie was Kommunen bewegt

Auch von Annette Lübbers

  • Mobilitätskonzept Sicherer Schulweg
    Mobilitätswende

    Mobilität: So schaffen Kommunen neue Wege

    von Annette Lübbers
  • Für den Schutz der Kinder und Jugendlichen ziehen in Grünkraut alle an einem Strang..
    Kinderschutz

    Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt: Eine kleine Gemeinde geht voran

    von Annette Lübbers
  • Malerisch: Das Wurzacher Ried in Baden-Württemberg
    Wiedervernässung

    Moore gegen Hitze: Was Kommunen tun können

    von Annette Lübbers

Lesen Sie auch...

  • Recht aktuell

    Wann Blumenkübel erlaubt sind

    von Gudrun Mallwitz
  • Gesetzentwurf

    Hundeführerschein NRW: Was die Pflicht wirklich bringen soll

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Recht Aktuell

    Bürgermeister auf Social Media: Wann „privat“ plötzlich amtlich wird

    von Christian Erhardt-Maciejewski

Neuester Inhalt

  • Wahlsonntag kompakt

    Bürgermeisterwahlen 2026: Wahlkrimi in Strausberg geht weiter – alle Ergebnisse

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Management

    Streit in der Kommune konstruktiv lösen

    von Dorothea Walchshäusl
  • Leitartikel

    CDU fliegt aus Landtag: Das Ende der Parteiendemokratie?

    von Christian Erhardt-Maciejewski

Schlagwörter

  • Recht Aktuell Klimaschutz

ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Home

Footer First Navigation

  • Messe KOMMUNAL
  • Leserservice
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • Verträge kündigen
  • Datenschutzeinstellungen
  • KOMMUNALBESCHAFFUNG

Footer Second Navigation

  • Wir auf Whatsapp