Open Data: Freiburg bringt 3D-Modell raus
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Open Data: 3D-Modell der Stadt bietet viele Vorteile

Do, 04.10.2018

Ein 3D-Stadtmodell bietet Bauherren, Bürgern und Feuerwehr bessere Planungsmöglichkeiten. Zudem lassen sich damit neue Ideen auf Herz und Nieren prüfen...

Eigentlich ist das baden-württembergische Freiburg für seine historische Altstadt bekannt. Doch jetzt macht die Stadt mit einem weiteren Punkt auf sich aufmerksam: Mit einem digitalen Modell kann man Freiburg nun dreidimensional erkunden. Auf einer eigens dafür eingerichteten Seite kann man die Stadt mit ihren rund 60.000 Gebäuden aus der Vogelperspektive beobachten.

Das 3D-Modell wird ständig aktualisiert. Zudem lässt sich die Höhe der Häuser ausrechnen und in die Karte rein- und rauszoomen. Das alles macht das Modell laut Aussage des Bürgermeisters besser als Google-Streetview.

 

 

Open Data: Freiburg zeigt mit dem 3D-Modell Transparenz

 

 

Die Daten für das Modell hat die Stadt über mehrere Jahre hinweg angesammelt und verschiedene Mitarbeiter nutzen die Karte selbst. Etwa die Kollegen aus dem Garten- und Tiefbauamt, dem Umweltschutzamt, dem Baurechtsamt, dem Stadtplanungsamt, der Feuerwehr, dem Amt für Öffentliche Ordnung und der Kämmerei.

 

Open Data in Freiburg
Das 3D-Modell der Stadt

 

Vorteile sind dabei nicht nur die Bereitstellung von Open Data – und der damit einhergehenden Transparenz. Sondern auch:

  • Dass Entwickler auf Basis der offenen Daten neue Apps oder Anwendungen entwickeln können.
  • Bauherren können mithilfe der Karte Gebäude genauer planen (Höhe, Abstand zu den nächsten Häusern etc).
  • Und die Feuerwehr kann sich mithilfe der Open Data anschauen, wo die Brände liegen und wie die Feuerwehrleute dorthin kommen - insbesondere weil die Straßen sehr verwinkelt sind.
  • Ein weiterer Pluspunkt ist zudem, dass man sich mithilfe des 3D-Modells den Schattenwurf von Freiburg anschauen kann. Und zwar zu jeder Tages-und Nachtzeit, an jedem Tag im Jahr. Was erst einmal unspektakulär klingt, kann im Alltag von großem Nutzen sein. Etwa, wenn neue Gebäude geplant sind, sich die Anwohner aber darüber beschweren, dass durch den Bau Schatten auf das eigene Haus fallen würden. Dank der Open Data könnte man in Zukunft aufzeigen, dass die Sorgen unbegründet sind.
  • Auch Sonnenspiegelungen, wie beispielsweise an der Außenfassade der Uni-Bibliothek kann man mit dem Modell voraussehen.
  • Interessierte können auf der Karte die Umrisse von imaginären Gebäuden einzeichnen. So kann jeder anhand der Open Data sehen, wie ein neues Haus in der Nachbarschaft aussehen würde.

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