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So schnell arbeitet ihr Finanzamt
So schnell arbeitet Ihr Finanzamt
© 123rf

Landkreis-Ranking: Das schnellste Finanzamt Deutschlands

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
21. Januar 2019
513 Finanzämter gibt es in Deutschland. Einige bearbeiten die Steuererklärung der Arbeitnehmer innerhalb weniger Tage, andere brauchen Monate. Ein Deutschland-Ranking zeigt nun, wo es wie schnell oder langsam geht! Mit regionalen Auffälligkeiten!

Keine Sorge - für Sie als Arbeitnehmer ist es noch nicht zu spät - das Finanzamt verlangt ja erst in einigen Monaten die Steuererklärung für das Vorjahr. Aber natürlich gilt: Je schneller Sie einreichen, desto früher bekommen Sie als Arbeitnehmer im Fall des Falles Geld zurück. Naja, schnell ist hier zugegeben ein relativer Begriff. Denn bundesweit betrachtet brauchen die Finanzämter immer länger, um die Einkommenssteuererklärungen zu bearbeiten. Das durchschnittliche Finanzamt in Deutschland benötigt nämlich rein statistisch betrachtet 56,1 Tage von der Einreichung der Steuererklärung bis zum Erhalt des Bescheids, also fast zwei Monate. Im Vergleich zum Jahr 2015 sind das immerhin 3,6 Tage länger. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich noch eine Zeitverzögerung von 0,7 Tagen. Die Zahlen hat das Online Steuerportal Lohnsteuer-Kompakt.de ermittelt. 

Das Sieger- Finanzamt ist eine Überraschung 

Es ist auffallend, dass es in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Finanzämter gibt, die besonders schnell arbeiten. Unter den Top 10 befindet sich gleich sechs mal ein Finanzamt mit Sitz in NRW. Der Sieger und somit das schnellste Finanzamt Deutschlands schafft es im Schnitt, einen Steuerbescheid innerhalb von 34,3 Tagen zu bearbeiten. Herzlichen Glückwunsch an alle, deren Finanzamt das in Wuppertal-Barmen ist. Auf den weiteren Plätzen folgen Herne, Olpe, Siegen, Hattingen, Bielefeld-Außenstadt aber auch Berlin-Tempelhof, Ehingen in Baden-Württemberg und die Außenstelle St. Ingbert des Finanzamtes Homburg/Saar sowie die Außenstelle Fürth des Finanzamtes Bensheim in Hessen. In all diesen Städten dauert es zwischen 35 und 37,3 Tagen, bis der Bescheid beim Kunden ist. 

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Und das ist das langsamste Finanzamt Deutschlands 

Langes Warten ist beim Finanzamt Hersfeld-Rotenburg angesagt. 89,6 Tage also geschlagene drei Monate warten Sie hier laut der Auswertung auf Ihren Bescheid. Direkt dahinter liegt das Finanzamt Dillenburg, ebenfalls in Hessen vor dem Finanzamt Augsburg-Stadt in Bayern. Mit jeweils 81 Bearbeitungstagen dauert es auch in Nienburg an der Weser, in Stadthagen und in Nordenham sehr lang. Alle drei Finanzämter befinden sich in Niedersachsen. 

Finanzamt-Ranking: So schneiden die Bundesländer ab

Das kleine Saarland liegt hier an der Spitze. Zwar taucht keines der Finanzämter auf den Top-Plätzen auf, aber auch im unteren Teil des Finanzamt-Rankings finden sich nur wenige Ämter aus dem Saarland. 48,7 Tage ist der Schnitt aller Finanzämter im Saarland. Nicht beschweren können sich insgesamt auch die Menschen in Berlin, das Bundesland schnitt knapp hinter dem Saarland ebenfalls sehr gut ab. 48,9 Tage dauert es in Berlin im Schnitt - wie gesagt: Herausragend ist hier das Finanzamt in Tempelhof mit rund 37 Bearbeitungstagen. Die Hansestadt Hamburg folgt an Position drei, was zeigt, dass die Siegerplätze in den kleinen Bundesländern beziehungsweise den Stadtstaaten zu finden sind. Ganz hinten derweil die Flächenländer Niedersachsen und Hessen mit 66 beziehungsweise 64 Bearbeitungstagen. 

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Tipps für eine schnelle Bearbeitung beim Finanzamt 

Übrigens: Es bringt laut dem Steuerportal und seiner Analyse nichts, seine Erklärung vor März einzureichen. "Das geht auch nicht schneller dann", heißt es bei den Experten. Vorher kann die Erklärung nämlich nicht bearbeitet werden. Ab März gilt dann aber: Wer zuerst kommt, kassiert auch zuerst...oder zahlt nach...

Alle Fans von Papier seien jedoch gewarnt: Das kann die Bearbeitungszeit bei Ihrem Finanzamt schnell in die Länge ziehen. Denn in den meisten Finanzämtern wird die Erklärung dann eingescannt und von einem Programm automatisiert verarbeitet. Das geht aber schnell schief, wenn die Schrift unleserlich ist oder wenn falsche Formulare (zum Beispiel vom Vorjahr) benutzt. Dann dauert es entsprechend länger, bis die digitale Akte es zum Bearbeiter schafft. 

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